Zurück zu Herzlich willkommen! Hier entsteht - einzig in Europa - die Video Bibliothek des IFG Münchens
mit wissenschaftlichen Video Clips über das Glück und Wohlbefinden
zum Betrachten und kostenlosen Download

Bitte verwenden Sie zum Betrachten der Videos den Windows Media Player Vers. 9.0 oder höher. Falls Sie das große Bild zur Wiedergabe der Videos hier unten sehen, ist er bereits auf Ihrem PC installiert:



Falls das Bild hier oben leer ist, klicken Sie einfach hier , und Sie können sich die neueste Version des Windows Media Players kostenlos auf Ihren PC installieren.

Zum Betrachten der Video Clips muss der Apple QuickTime Player bereits auf Ihrem PC installiert sein.
Die folgenden 3-D Zeitraffer-Video Clips zeigen das Wachstum und die Entwicklung der grauen Zellen sowie Reifung der Großhirnrinde von ein und denselben normal gesunden 13 Kindern und Teenagern in ihrem Alter von fünf bis zwanzig Jahren
   Unser Vorderhirn ist unsere Denk-, Problemlösungs-, Entscheidungs- und Geschäftsführer“-Zentrale des Gehirns und entwickelt sich als letzte voll.
  Die Video Clips, welche 15 Jahre der Gehirnentwicklung des Menschen im Alter von 5 bis 20 Jahren in wenige Sekunden zusammenraffen, zeigen unsere grauen Zellen, — das arbeitende, sich zuerst verringernde und vor Beginn der Pubertät an, in einer Welle von hinten nach vorn explosionsartig zunehmende, Gewebe der Großhirnrinde —, das wahrscheinlich die Säuberung von ungebrauchten Nervenverästelungen während der Teenager-Zeit widerspiegelt. Die Entwicklung von Hirnregionen der Großhirnrinde kann als in Altersabschnitten reifend angesehen werden, in denen wichtige Meilensteine der Entwicklung und Erkenntnis geschehen. Die Folge ihrer Reifung gleicht auch grob der Entwicklungsgeschichte des  Hirns der Säugetiere., vermuten Paul Thompson und seine Kollegen vom National Institute of Mental Health.
   Lange Zeit glaubte man, dass in den ersten 18 Lebensmonaten eine starke Überproduktion der grauen Zellen stattfindet, die von einem ständigen Verfall ungenutzter Zellen gefolgt wird, und die ausgesondert werden. Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entdeckte Jay Giedd, ein Mitautor der aktuellen Studie und seine Kollegen vom NIMH, eine zweite Wachstumswelle der grauen Zellen, die genau vor Beginn der Pubertät einsetzt, und von einer zweiten  Runde der Nutz' es oder verlier' es-Säuberung während den Teenager-Jahren gefolgt wird.
The new study found that the first areas to mature (e.g., extreme front and back of the brain) are those with the most basic functions, such as processing der Sinneseindrücke und Bewegung. Areas involved in spatial orientation and language (Schläfenlappen) follow. Areas with more advanced functions — integrating information from the senses, reasoning, and other Geschäftsführer“--Aufgaben (Vorderhirn) — reifen als letztes.

Zeitraffer-Imaging-Technologie verfolgt das Wachstum der grauen Zellen im Alter von 5 bis 20 Jahren:
Reifung der Hirnrinde im Alter von 5 bis 20 Jahren

Entwicklung der grauen Zellen der Großhirnrinde von oben aus der Vogelperspektive betrachtet    Entwicklung der grauen Zellen der Großhirnrinde von rechts betrachtet

Konstruiert aus fMRI-Scans von 13 normal gesunden Kindern und Teenagern, "Zeitraffer-Video Clip", from which the above images were extracted, compresses 15 years of brain development (Alter 5 bis 20 Jahre) into just a few seconds. Rot zeigt weniger graue Zellen an, und blau zeigt mehr graue Zellen an. Gray matter wanes in a back-to-front wave as the brain matures and neural connections are pruned. Hirnregionen performing more basic functions reifen früher. Hirnregionen for higher order functions reifen später. Das Vorderhirn, das handles reasoning and other "executive" functions, emerged late in der Evolution and is among the last to mature (Quelle: National Institute of Mental Health (NIMH)/USA und University of California Los Angeles (UCLA), Laboratory of Neuroimaging, 2004).

Zum Betrachten der folgenden acht Video Clips muss der Apple QuickTime Player bereits auf ihrem Computer installiert sein.
Schon Babys im Alter von 6 bis 10 Monaten beurteilen das Verhalten von zwei Individuen richtig und bevorzugen hilfsbereite Individuen, die einem andern geholfen haben. Umgekehrt entlarven sie genau so gut das fiese Verhalten eines Fieslings, auch wenn sie wiederum nur passive Zuschauer waren. Nach dem Betrachten eines Video Clips können sie richtige Entscheidungen treffen, óbwohl sie der Sprache noch nicht kundig sind und kein einziges Wort verstehen.

Das blaue Individuum drängt das rote Individuum den Hang hinab. Kein feiner Zug, finden schon Babys.   Kinder- und Entwicklungspsychologen von der Yale University berichteten am 22. November 2007 im Wissenschaftsmagazin Nature, dass Babys, die jünger als ein Jahr sind, bereits richtige soziale Entscheidungen treffen können.
   Für unser Überleben ist es absolut notwendig, dass wir andere Leute moralisch beurteilen können. Wir müssen das Benehmen und die Absichten anderer Menschen bewerten und richtige Entscheidungen darüber treffen können, wer Freund oder Feind, ein angenehmer Zeitgenosse oder nicht ist.
   In der Tat profitieren alle sozialen Tiere von ihrem Können individuelle Unterschiede im Verhalten anderer herauszufinden und Individuen, die ihnen helfen oder schaden könnten zu unterscheiden. Erwachsene bewerten andere Menschen blitzschnell automatisch nach körperlichen Eigenschaften und wie sie sich verhalten. Bis jetzt sind die Ursprünge dieses Könnens aber unklar, und unter Kultusministerinnen, Filosofen, Pädagogik-, Religionsprofessoren und Lehrern aller Coleurs wird deshalb seit Jahrhunderten darüber dummes Zeug geschwätzt.
   Forscher der Yale University zeigen, dass 6 bis 10 Monate alte Babys, die auf dem Schoß ihrer Mutter oder ihres Vaters sitzen, acht Video Clips über das Verhalten eines Individuums einem andern gegenüber sehr interessiert verfolgten und die beobachteten Individuen als hilfsbereit oder unangenehm beurteilten.
   Nachdem die Babys die Verhaltensweisen der Individuen beobachtet hatten, bevorzugten fast alle durch ihr emotionales "Will-Haben"-Verhalten, das heißt, je deutlicher sie ihre Arme nach einem Individuum ausstreckten, desto attraktiver haben sie es wahrscheinlich beurteilt:

1. ein Individuum, das einem andern geholfen hat (in diesem Fall das gelbe Dreieck), gegenüber einem (in diesem Fall das Quadrat), das es behindert hat (Experiment 1: Siehe die beiden Clips a und b.):


Clip a: Dreieckiger Helfer und Clip b: Quadratischer Behinderer

Ergebnis: Vor die Wahl gestellt, nach dem Helfer oder Behinderer zu greifen, griffen alle 12 der sechs Monate und 14 der 16 zehn Monate alten Babys nach dem hilfsbereiten Individuum.

2. In ihrer Vorliebe schwankten sie zwischen zwei sich neutral verhaltenden Individuen, äußerten aber unerwartet eine größere Vorliebe für das hilfsbereite quadratische Individuum (Siehe die beiden Clips c und d.):


Clips c und d: Der Kletterer schaut sich um und setzt sich einmal neben das sich neutral verhaltende dreieckige und einmal neben das quadratische Individuum

Ergebnis: Für Babys sind sich neutral verhaltende Individuen gleich attraktiv. Bei diesem Betrachtungszeit-Test kam allerdings (unerwartet) heraus, dass zumindest die 10 Monate alten Babys verblüfft zu sein schienen, wenn der Kletterer sich neben das quadratische Individuum setzte.

3. Sie haben eine geteilte Vorliebe für ein hilfsbereites quadratisches oder dreieckiges Individuum (Siehe die beiden Clips e und f.):

         
Clips e und f: Hilfsbereites quadratisches und dreieckiges Individuum

4. Eine Vorliebe für ein sich neutral verhaltendes gegenüber einem behindernden Individuum (Siehe die beiden Clips g und h.):

         
Clip g: Sich neutral verhaltendes rundes Individuum
und Clip h: Behinderndes dreieckiges Individuum

   Diese Forschungsergebnisse beweisen zum ersten Mal, dass Babys, welche die Sprache noch nicht beherrschen, Individuen aufgrund ihrer Verhaltensweisen andern gegenüber beurteilen, bevorzugen oder ablehnen. „Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass Menschen sehr viel früher in ihrer Entwicklung als bisher angenommen soziale Beurteilungen, Unterscheidungen und Entscheidungen treffen. Sie ziehen es vor sich an hilfsbereite Individuen anzunähern und jene zu meiden, die unangenehm handelten.“, folgern J. Kiley Hamlin und ihre Kollegen. Offenbar stellt sich dieses Können von selbst ein und bedarf kein Lernen, Erfahrungen oder Erzählungen von andern. Ihr Können kann als Entwicklungsgrundlage für ihre moralischen Denk- und Verhaltensweisen im späteren Leben dienen und sein sehr frühes Erscheinen zur Entwicklung von abstrakten Vorstellungen wie „richtig oder falsch“ beitragen. Außerdem unterstützen die Ergebnisse die Annahme, dass soziale Beurteilung eine nicht gelernte, biologische Anpassung an das Leben und die Welt ist.
  „Wir wollten wissen ob Babys, wie Erwachsene, einen Beurteilungsmechanismus für das Verhalten anderer Leute haben, der auf ihrem Verhalten beruht. Wir wollten wissen, ob sie die Art und Weise wie sie sich verhalten lernen, oder ob es etwas innerlich Angeborenes ist. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Babys schon ein ziemlich fortgeschrittenes Beurteilungssystem haben, das zu seiner Entwicklung kaum Einflüsse von außen bedarf. Es entwickelt sich in einem sehr frühen Alter, und die Tatsache, dass die Babys ab sechs Monaten darauf zurückgreifen, deutet darauf hin, dass es ein sehr wichtiges Können ist. Es ist wichtig zu wissen wer hilfsbereit oder bedrohlich für uns ist. Wir haben zwar schon vor den Experimenten ähnliche Reaktionen erwartet, waren aber von ihrer Stärke geschockt.“, kommentiert J. Kiley Hamlin.
J. Kiley Hamlin, Karen Wynn und Paul Bloom: Social evaluation by preverbal infants, in: Nature, 22. November 2007, Bd. 450, Seite 557 bis 559.
 

Hamlin concluds that: "These findings constitute evidence that preverbal infants assess individuals on the basis of their behaviour towards others." The researchers said the results suggested that the older babies were able to make sophisticated conclusions about social interactions, attitudes and motives from observing the behaviour of others. It had never been tested before. Speculating on their findings, the researchers suggested the ability to choose between "nice" and "nasty" people could be innate. Having a hard wired tendency to favour helpful over unhelpful people could confer positive social advantages to a growing child. "Just by spending more time with positive people, they might get a different set of learning inputs than if they spent time with negative people, and over time you can see that could have a real influence on their development."

 Neue Szenen. Der Kletterer befand sich zwischen den anderen Figuren. Einmal näherte er sich dem Helfer, bei einer anderen Szene dem Behinderer. Die zehn Monate alten Kinder beobachteten die zweite Szene länger. Aus früheren Studien ist bekannt, dass Säuglinge etwas intensiver betrachten, das für sie überraschend oder neu ist. Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass die Babys erwartet hatten, dass der Kletterer dem Behinderer aus dem Weg geht. Die sechs Monate alten Säuglinge sahen sich beide Szenen gleich lange an. Sie hatten anscheinend keine Erwartungen an das Verhalten des Kletterers. Die Wissenschaftler vermuten, dass sie noch nicht darauf schließen können, wie andere Individuen über eine Situation urteilen.

Ein weiteres Experiment sollte nun ganz genau klären, warum die Babys den Helfer dem Unbeteiligten vorziehen. Bei ihrer Wahl zwischen dem Helfer und Unbeteiligten, entschieden sich die Babys mehrheitlich für den Helfer. Doch sie zogen auch die neutrale Figur dem Behinderer vor. Das bedeutet, dass die Babys sowohl soziales als auch unsoziales Verhalten erkennen können.



 
Hier leider noch Baustelle!

Copyright © 1999 - 2010 by Dipl.-Kfm. Dipl.-Hdl. Bernd Hornung. Alle Rechte vorbehalten.

IFG München
Institut für Glücksforschung

Peter-Putz-Str. 21
81241 München
089 88 96 91 97
Fax: 01805 060 334 082 62
www.gluecksforschung.de
E-Mail: glueck.und.wohlbefinden@t-online.de